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Artikel: Der Olivenbaum: Die Geschichte hinter jedem Stück Olivenholz

Rohes Olivenholz wird in der Werkstatt von Hand bearbeitet

Der Olivenbaum: Die Geschichte hinter jedem Stück Olivenholz

Jeder Kochlöffel, jedes Brett und jede Schale beginnt beim selben Baum: dem Olivenbaum. Er wächst langsam, wird uralt und liefert ein Holz, das es so kein zweites Mal gibt. Hier kommt die Geschichte hinter deinem Küchenhelfer.

Der Baum der Bäume

Der Olivenbaum stammt aus der Mittelmeerregion und trägt dort seit jeher den Beinamen "Baum der Bäume". Bekannt ist er vor allem für sein langsames Wachstum – manche Exemplare stehen heute seit rund 2.000 Jahren.

Über 9.000 Jahre Geschichte

Archäologische Funde belegen, dass Menschen schon vor über 9.000 Jahren Oliven von wilden Bäumen sammelten. Wann und wo der erste Olivenbaum kultiviert wurde, ist bis heute nicht abschließend geklärt: Einige Schätzungen deuten auf Kreta und Syrien um 4000 v. Chr., andere auf Nordafrika. Unbestritten ist, dass der Olivenbaum zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt gehört.

In der Antike heilig

Schrifttafeln aus Kreta und dem alten Griechenland zeigen, dass Holz und Früchte des Olivenbaums bereits in der Bronzezeit eine wichtige Rolle spielten – auf Zypern wurde sein Holz sogar zu Holzkohle für die Kupferherstellung verarbeitet. Im antiken Griechenland galt der Baum als heilig: Wer einen fällte, wurde mit dem Tod bestraft. Die Sieger der Olympischen Spiele wurden mit Kränzen aus Ölzweigen geehrt, und im alten Rom baute man Altäre aus Olivenholz.

Was das Holz so besonders macht

Weil Olivenbäume so langsam wachsen, ist ihr Holz außergewöhnlich dicht: stabil, widerstandsfähig und so hart, dass es in der Werkstatt spezielle Werkzeuge braucht.

Die engen Poren nehmen praktisch kein Wasser auf: Olivenholz ist auch unbehandelt wasserbeständig, kratzfest und hygienisch und quillt nicht auf wie andere Holzarten.

Vor der Verarbeitung muss es lange lagern – genau dieser geduldige Prozess macht seine Qualität.

Vom Baum in deine Küche

Aus Olivenholz entstehen Möbel, Blasinstrumente und vor allem Küchenhelfer: Schneidebretter, Schalen, Kochlöffel, Pfannenwender, Salatbesteck und Mörser.

Dank der kratzfesten Oberfläche gelten besonders Olivenholzbretter als langlebig und robust – und Schalen wie Bretter sind eine Geschenkidee, die bleibt.

Und der Baum?

Für unsere Produkte wird kein Olivenbaum gefällt. Wir arbeiten mit massivem Holz aus dem Wegschnitt – dem Holz, das beim regelmäßigen Pflegeschnitt der Olivenhaine ohnehin anfällt.

Jedes Stück trägt eine eigene Maserung – und ist damit ein Unikat.

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